Pressemitteilung

Mit Kiwis lernt es sich am anderen Ende der Welt entspannter

Saskia im Stadion

Foxton/Neuseeland – Was haben ein grünes Ei, ein kleiner Vogel und eine ganze Nation gemeinsam? Sie hören alle auf den Namen „Kiwi“ – und genießen tiefenentspannt ihr Dasein im Paradies. Genau diese Einstellung zum Leben findet Saskia Nissen, die vor den Toren Hamburgs Zuhause ist und derzeit für ein Jahr in Neuseeland zur Schule geht, überaus anziehend und erstrebenswert: „Hier lächeln dich die Leute auf der Straße an, sind offen, gelassen und sehr hilfsbereit.“ Mit ihrer Videokamera hält die 15-jährige täglich ihre Erfahrungen fest.


Das ausgeprägte soziale Miteinander der „Kiwis“ und der hohe Stellenwert von Kultur und Sport haben Saskia schwer beeindruckt und bereits auf sie abgefärbt: „Freundschaften sind hier intensiver, die Wertschätzung des anderen sehr hoch.“ All das habe sie verändert: „Ich bin innerlich stark geworden. Auch geduldiger und offener für andere Sichtweisen.“ Und die gibt es zu genüge bei ihrer Gastmutter Kirsty, die Lehrerin an ihrer Schule ist, und ihrer französischen Gastschwester Anouk.


Kein Wunder also, dass an Saskias Manawatu College in der Küstenstadt Foxton sogenannte „weiche“ Fächer, die Soziales und Kultur fördern – darunter Theater AGs – den gleichen Stellenwert genießen, wie die sogenannten akademischen Fächer, also Mathe, Englisch oder Naturwissenschaften. Und nur weil sie Deutsche ist und ihr Schuljahr in der Heimat anerkannt werden soll, muss sie überhaupt jene klassischen Fächer büffeln. Ihre einheimischen Mitschülerinnen und Mitschüler – viel davon Maori, also Ureinwohner – müssen das nicht.


Saskia hat sechs Fächer belegt, von denen fünf täglich unterrichtet werden. Dazu gehören Tanz, Theater und auch Stage Challenge, also die komplette Vorbereitung einer Aufführung inklusive Kostüme und Bühnenbild. Und – wir ahnen es schon – weil auch die Lehrer Neuseeländer sind, sind sie extrem entspannt.


Die junge Hamburgerin: „Es ist wirklich so: Die Lehrer sind deine Freunde.“ Und die legten wenig Wert darauf, dass man unnötiges Wissen in sich hineinstopfe: „Die Neuseeländer lernen nicht auswendig, sie lernen Lernmethoden. Sie lernen fürs Leben.“ Und sie tun dies in kleinen Kursen mit nur 15-20 Schülern. Den klassischen Klassenverbund gibt es gar nicht.


So toll wie die Leute ist auch das Land. Neuseeland vereinigt in sich alle Landschaften, die es auf der Erde gibt. Während einer zehntägigen Reise über die Südinsel entdeckte Saskia ein weites Land, Berge, Wasserfälle, Seen und Gletscher: „Die Landschaften sind bunt, strahlend und – wie gemalt. Und der Himmel ist einfach viel blauer als bei uns in Deutschland!“ Und bis zur Küste ist es nie weit.


Ursprünglich wollte Saskia Nissen mit einem Schuljahr im Ausland nur ihre Englischkenntnisse verbessern. Die intensiven Beratungsgespräche mit ihrer Bonner Austauschorganisation Stepin hätten sie dann auf die Idee gebracht, richtig weit weg zu gehen – also ans andere Ende der Welt. Selbst dort halten die Profi-Weltenbummler aus der Bundesstadt Kontakt und kümmern sich. Saskia findet das gut: „Für die bin ich Saskia und nicht irgendeine Nummer. Sie melden sich – aber nicht zu oft. Einfach perfekt!“


So verbringt die junge Hamburgerin derzeit die wohl beste Zeit ihres Lebens in Neuseeland. Auch, „weil es keine gefährlichen Tiere gibt – und man so ziemlich überall campen darf!“ Videos von Ihrem „Abenteuer Neuseeland“ gibt es unter www.youtube.com/mystepin.